Buch fertig – und nun???

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Ob im Verein der Chiemgau Autoren oder bei Gesprächen mit anderen Schreiberlingen, alle scheinen vor derselben Herausforderung zu stehen: Nach oftmals jahrelanger Arbeit (man könnte meinen, hier liege die hauptsächliche Herausforderung, aber nein…) liegt das fertige Manuskript auf dem Schreibtisch. Man ist unendlich stolz!!! JA!!! ICH HABE DAS GESCHAFFT!!!

Und dann?

Dann steht man plötzlich da, weil man nicht weiß, wie man sein Buch veröffentlichen soll. Sicher: Selfpublishing ist das Zauberwort. Ob BoD, ePubli, Tolino Media u.a. kein Manuskript muss in der Schublade mehr verrotten, weil kein großer Verlag sich interessiert. Ich habe bereits zwei Bücher über BoD veröffentlicht, aber was viele unterschätzen: Das Marketing liegt dann eben auch in den eigenen Händen. Was nützt ein Buch, das zwar veröffentlicht ist, aber von niemandem auf amazon oder buchhandel.de leicht gefunden wird? Es verrottet dann zwar nicht in der Schublade, aber auf irgendeiner Rankingliste weit abgeschlagen und die eigene Kasse bleibt leer. Wer kauft also das eigene Buch? Familie, Freunde und Bekannte. Sicher, das ist gut für´s Selbstbewusstsein – immerhin.

Nun halte ich also meinen neuen Thriller „Kakerlaken Schach“ in den Händen. Manch schlaflose Nacht hat er mich gekostet, viele viele viele Stunden einsamer aber inspirierender Arbeit. Fertig lektoriert ist er auch. Und jetzt? Wieder BoD?

Ich weiß es nicht… Mein Wunschverlag wäre Bastei Lübbe…da würde er perfekt ins Programm passen…Aber wie mache ich denen das bloß klar???