Dirks Schwingen

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Er breitet seine Schwingen aus
und fliegt
erwachend
von der Morgenröte geblendet
ist er er selbst
über den Hochhäusern der Stadt
spürt er den Atem des neuen Tages
den kalten Hauch des Universums
auf seiner Haut
am Horizont
wird die Weite rund
die Welt zu einer Kugel
zu einem Planeten von vielen
er fühlt die Vollkommenheit
und Vergänglichkeit
einer unbegreiflichen Schöpfung
und sich selbst
über allem
und in allem
zugleich
mit tränenden Augen
zieht ihn die Schwerkraft
nach Hause
Gravitation der Sehnsucht
in sein Herz gegraben
werden seine Schwingen schwer
schwinden seine Kräfte
Gummibänder ziehen ihn zurück
wie Ketten
geliebte und zugleich gehasste Fesseln
seiner Vergangenheit
er schließt die Augen
willkommen in der Realität
die du Zuhause nennst

(Foto: Knipser5_pixelio.de)