Das gelobte Land, Streifzüge durch den Chiemgau und Professor Waschwusch mit seiner Zauberkugel – Chiemgau-Autoren lasen im Studio 16

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Das Literaturtreffen im Studio 16 in Traunstein ist auch im neuen Format „Lesen nach Los“ ein Kulturmagnet im Chiemgau: Stolze 34 Autor/innen und Literaturfreunde wurden von der Moderatorin und Vereinsvorsitzenden, Meike K.-Fehrmann, beim Treffen am Montag begrüßt. Darunter alte und neue Gesichter. Anja Sturmat, die bereits bei den heute legendären Radiosendungen der Chiemgau-Autoren mit Christian Doermer dabei war, die bekannte Krimiautorin Ina May und die Grassauer Autorin Uta Grabmüller, gehörten dazu. Zum Vortrag kamen diesmal zwei vorangemeldete Texte, sowie ein weiterer Beitrag, der aus dem Publikum ausgelost wurde.

Christine Heimannsberg, Hörfilmautorin und Schauspielerin, las aus dem ersten Teil der gerade entstehenden Romantrilogie „Gelobtes Land“. Im Zentrum des Romans stehen die Geschwister Lore und Jame, die in einer durch den Klimawandel unwirtlichen Welt nach dem gelobten Land suchen, einem mystischen Ort, von dem man nicht genau weiß, wo er liegt und welche Gesetze dort gelten. Frau Heimannsbergs Trilogie wurde von einer renommierten Agentur unter Vertrag genommen und steht nun kurz vor der Veröffentlichung durch einen Verlag.

Die Lyrikerin Sabine Rosenberg las zuerst das Gedicht „Januar am Chiemsee“, eines von zwölf Chiemsee Gedichten die jeweils einem Monat des Jahres gewidmet sind. Darauf folgte die Geschichte zum Januar Gedicht mit dem Titel „Eine Schlittschuhfahrt auf dem Chiemsee“, bei der es um die Beobachtung der Menschen am See und der Natur ging, aber auch um Erinnerungen an die Kindheit und um Spiritualität. Die zwölf Gedichte sollen zusammen mit den zwölf Geschichten, deren letzte gerade im Entstehen ist, demnächst als Buch erscheinen das den Titel trägt: „Lyrische Impressionen über eine magische Landschaft – Streifzüge durch den Chiemgau“.

Der dritte Vortragende, der unter den Anwesenden ausgelost wurde, war Rudolf Linner, der aus seinem Kinderbuch „Professor Waschwusch und seine Zauberkugel“ vorlas. Darin geht es um die Faszination der Zauberei und um Wünsche die in Erfüllung gehen, wenn man die Glaskugel im Hause des Professors mit seiner Hand berührt. Aber es geht auch um menschliche Schwächen wie Habgier und deren Folgen, wenn Erwachsene die Möglichkeiten, die eine Zauberkugel bietet zu sehr ausreizen.

Drei Geschichten, eine aus einer unwirtlichen Zukunft, eine über unsere schöne Gegenwart am Chiemsee und eine aus dem Zauberland: Abwechslungsreicher und faszinierender kann ein Literaturtreffen kaum sein. Das sahen auch die anwesenden Literaturfreunde so, stellten interessierte und kritische Nachfragen zum Inhalt, zum Schaffensprozess und der Biografie der Autor/innen und bedachten alle drei mit kräftigem Applaus. Im Anschluss an die Lesungen wurden unter der Moderation von Meike K.-Fehrmann Vereinsthemen wie die Kulturtage 2018, zu denen die Chiemgau-Autoren wieder ein spannendes Projekt planen, diskutiert. Dieses Jahr wird es eine Geschichtenkette zum Thema Kollaps geben. Auch wird die Schreibwerkstatt „Arbeit am Text – konkret“ fortgesetzt. Das nächste Literaturtreffen findet am 26.02. im Studio16 statt. Autor/innen aller Genres und Zuhörer/innen sind wie immer herzlich willkommen!

Text: Dr. Reinhold Schneider, 7.2.2018

Gruppenfoto_Chiemgau-Autoren

Bild: Von links nach rechts: Sabine Rosenberg, Rudolf Linner, Christine Heimannsberg, Meike K.-Fehrmann (1. Vorsitzende „Chiemgau-Autoren e.V.“)

Und hier geht´s zum Artikel im Traunsteiner Tagblatt:..