Bücher der Chiemgau-Autoren in der Stadtbücherei Traunstein

Heute habe ich Angelika Lindhuber, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei in Traunstein, besucht. In der Vitrine im Vorraum der Bücherei sind derzeit viele Bücher unserer Vereinsmitglieder ausgestellt. Einige der Werke sind auch ausleihbar. Wer sich also einen Überblick über unsere Vereinsarbeit verschaffen möchte: Das Team der Stadtbücherei freut sich ganz bestimmt über den Besuch!

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(Angelika Lindhuber, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei Traunstein, präsentiert die Bücher der Mitglieder des Vereins „Chiemgau-Autoren e.V.“)

Buchgeschenke zu Weihnachten

Ich bin ein großer Fan von Buchhandlungen vor Ort, nur leider kommt es immer wieder vor, dass Buchhändler Bücher von Selfpublishern oder Hobbyautoren nicht für Kunden bestellen wollen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass die Provisionen niedriger sind als bei den großen Verlagen. Dann heißt es: „Das Buch ist leider nicht lieferbar!“, obwohl es bei den Großhändlern vorrätig ist. Das finde ich sehr schade!

Unser Verein „Chiemgau–Autoren e.V.“ hat am 06.11.2019 eine Anthologie mit dem Titel „Trotz. Kollaps. Schreiben“ herausgebracht. 19 Autorinnen und Autoren hatten im Rahmen der „Chiemgauer Kulturtage 2018“ Geschichten und Gedichte verfasst, die nun als Sammelband erschienen sind. Als Vorsitzende durfte ich das Vorwort und die Danksagung verfassen. Über die Hälfte unserer Mitglieder haben sich im Rahmen der Kulturtage eingebracht, nicht nur beim Spenden der Geschichten, sondern auch bei der Organisation der Abendveranstaltungen! Der Erlös des Verkaufs geht zu 100% an den gemeinnützigen Verein „Chiemgau-Autoren e.V.“ und kommt so der Literaturförderung in unserer Region direkt zugute! Wer im Buchhandel kein Glück mit der Bestellung hat, findet die Anthologie in jedem Online-Shop.

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„Sweet (and salty) home Alabama“

Es gibt manchmal Geschichten, die einen über Jahrzehnte begleiten. Als ich 1994/95 in den USA war, habe ich im Fach „American History“ von Rosa Parks erfahren. Die Afroamerikanerin wollte in den 60er Jahren ihren Sitzplatz im Bus nicht für einen weißen Mann räumen. Sie wurde verhaftet und löste damit den Busboykott aus, der der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King Aufschwung gab. Lange schon wollte ich über diese mutige Frau eine Geschichte schreiben und habe dies für die Veranstaltung „Das Salz in der Suppe – sind wir“ getan. Beim Schreiben und auch bei der Lesung, hat mich die Geschichte wieder sehr berührt. Letztlich sind es manchmal die ganz kleinen Taten im Alltag, die viel auslösen, ohne dass große Worte nötig wären. Mir ist in diesem Zusammenhang aber auch noch eine andere Situation ins Gedächtnis gekommen. Als ich in den USA war, kam 1995 der Film „Panther“ in die Kinos über die Black Panther Bewegung und Malcolm X. Ich weiß noch, wie ich mit einem anderen deutschen Austauschschüler im Auto vor dem Kino saß und wir uns nicht getraut haben auszusteigen, weil wir weit und breit die einzigen Weißen waren. Heute denke ich, vielleicht wäre es damals gut gewesen, einfach auszusteigen und sich ganz selbstverständlich in das Kino zu setzten und den Film anzuschauen. Ich hatte zu große Angst.

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„Alex von der Krachmacherband“ – Lesung am 24.06.2019

Am 24.06. lese ich erstmals aus „Alex von der Krachmacherband“ im Traunsteiner Studio16. Kommt vorbei – Eintritt frei!

Herzliche Einladung zum öffentlichen Literaturtreffen mit „Lesen nach Los“
Der Verein der Chiemgau-Autoren lädt am Montag, den 24.06.2019 um 19:00 Uhr zum Literaturtreffen in Traunstein ein!

Am Montag, den 24. Juni 2019, findet um 19 Uhr im Studio 16 (Bahnhofstraße 16 / Eingang am Stadtpark Traunstein) das nächste Literaturtreffen der Chiemgau-Autoren statt. Erstmals wird bei einem Literaturtreffen die Vorsitzende des Vereins „Chiemgau-Autoren e.V.“, Meike K. Fehrmann, einen ihrer Text lesen.  „Von Ex-Freundinnen und Gitarren“ ist eine Episode aus der Reihe „Alex von der Krachmacherband“ über einen Punkgitarristen und eine ganz spezielle Sammelleidenschaft. Bekannt ist die Autorin vor allem durch ihre Krimis und Thriller wie „Frieda – ein Demenz-Krimi“ oder „Kakerlaken Schach“. Zwei weitere Texte werden aus dem Publikum spontan gelost. Teilnehmen dürfen auch Nicht-Vereinsmitglieder und es können eigene Texte, die nicht länger als 7-10 Minuten Vorlesezeit dauern, mitgebracht und mit etwas Losglück vorgelesen werden. Wie immer können die Autorinnen und Autoren ein Feedback aus der Zuhörer-Runde erwarten. Eine gute Gelegenheit sich auf der Bühne des Studio 16 auszuprobieren, den Verein der Chiemgau-Autoren kennenzulernen und im Anschluss an die Lesungen mit anderen Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns über Beiträge aus jedem Genre und auf einen spannenden unterhaltsamen Abend! Die Moderation übernimmt Martin Trautwein. Zuhörer sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen zum Verein finden Sie unter www.chiemgau-autoren.de.

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(Foto: Pixabay)

 

„Madame Lolitas lustvoll lyrisch lausiges Lesebuch“

Madame Lolita, die eigenwillige Eigentümerin einer Boutique, sucht nach den Farben der Seele, während Jan einen abenteuerlichen Auftrag von der Hüterin der Wälder erhält. Auf der Waldbühne gerät eine Vorführung aus den Fugen und die Zuschauer werden zu Schauspielern. Die von Heimweh geplagte Leefke verwandelt sich in ihrer Schwermut in eine Eiche und findet irgendwann doch wieder in ihre Heimat. Herr Weilermann opfert ein Stück seines feinen Englischen Rasens für ein Wildbienenhotel und gerät bei einem Ausflug in die Natur in ungeahnte (Bach-)Tiefen. Hippolyte nimmt mutig den Kampf im mütterlichen Alltag gegen Bratwürste auf, während anderswo ein Pilzgericht für Verstimmungen sorgt…

Die Buchdeckel mögen noch so stabil sein, sie können die fantastischen Welten nicht einsperren.

Ein Buch für jene, die im Traum fliegen.

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Impressionen „Trotz. Kollaps. Schreiben“ – Geschichtenkette Teil 2

 

Fotos: Peter Witt

In „Vickie´s Chat & Chill“ in Trostberg haben wir am Donnerstag, den 26.07.2018 den zweiten Teil unserer Geschichtenkette „Trotz. Kollaps. Schreiben“ präsentiert.

Es lasen:

Meike K.-Fehrmann
Christine Heimannsberg
Inge Witt
Monika Klinkenberg-Weigel
Irmelind Klüglein
Martin Trautwein

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch die wunderbare Musik von Almaton.

Impressionen „Trotz. Kollaps. Schreiben.“ – Geschichtenkette Teil 1

 

Chiemgauer Kulturtage 2018, 23.07.2018 in Traunstein

„Chiemgau-Autoren e.V.“ gemeinsam mit dem „Traunsteiner Kunstverein“: Was für eine wunderbare Auftaktveranstaltung! Das Studio16 ist schier aus den Nähten geplatzt!
Präsentation unserer Geschichtenkette Teil 1 mit Texten von: Reinhard Hauswirth, Mick Saunter, Hans-Peter Kreuzer, Kühne Armena, Magdalena Reupold, Gudrun Bielenski, Annemarie Singer.
Kunstwerke von Monika Stein und Gertrud Kaiser.
Musik: Status Seeker
Bildhauerarbeiten von: Valentin Diem

Kakerlaken Schach – Lesung auf Burg Tittmoning am 19.04.2018 – herzliche Einladung!

Lesungen auf Burg Tittmoning mit Bücherparkett:
Zum Auftakt der Ausstellungssaison in der Tittmoninger Burg verlegt die Burghauser Schauspielerin und Objektkünstlerin Lotte Llacht im April im Audienzsaal des Fürstenstocks ein Bücherparkett. Mit einer solchen Rauminstallation, die zerstörungsfrei hergestellt ist und ausdrücklich betreten werden darf, hat die Künstlerin bereits 2012 auf der Hamburger LiteraturAltonale in einer Shoppingmall, 2013 im Rahmen der Literatur live in Burghausen sowie im vergangenen Dezember in den „Kunsträumen“ in München Aufmerksamkeit erregt. Denn: Einen Boden aus Büchern zu betreten, kostet Überwindung und bringt Diskussionen über den Wert alter Bücher. Der kreative Umgang mit dem Wertstoff Buch als „Trauerarbeit am Wertverlust der Literatur“ und fantasievolles Upcycling steht seit Jahren im Zentrum von Lotte Llachts künstlerischer Arbeit.
Dabei lädt sie das Publikum ein, seine eigenen Erfahrungen mit den solcherart ungewöhnlich verwendeten Büchern zu machen. „Wer sich in das horizontale Bücherregal begibt, spürt die Verbesserung des Raumklimas und findet sich über kurz oder lang lesend, liegend oder auf einem ergonomischen Buchstuhl sitzend, im Parkett wieder“, so Llacht. Die Besucher sollen nicht nur das Parkett betreten und darauf Platz nehmen, sondern dürfen gerne auch Bücher aus dem Parkett entnehmen und darin lesen.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 6. April, eröffnet und ist bis 22. April zu sehen. Sie ist täglich außer Montag und Dienstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet und auch während des Colloredo-Marktes (21./22. April) zugänglich. Eine Lese-Ecke im Stil des „armen Poeten“ von Carl Spitzweg wird abends zur Bühne. Dann kommen Autorinnen und Autoren aus der Umgebung und lesen Krimis, Kurzgeschichten und Gedichte.

Am Donnerstag, 19.04.2018 um 19 Uhr liest Meike K.-Fehrmann aus ihrem Thriller „Kakerlaken Schach“.

Aus dem Inhalt:
An einem neblig kalten Novembertag irrt ein von Folterspuren gezeichneter Mann desorientiert durch einen Wald im Taunus. Wer ihm diese Qualen zufügte und wie er in die feuchte Gruft im Wald kam, in der er sich plötzlich wiederfand und die vermutlich sein Grab werden sollte, weiß der junge Argentinier nicht – sein Gedächtnis weist Lücken auf. – In die repräsentative Villa eines Arztes am Stadtrand wird eingebrochen. Der Dieb wird entdeckt und nimmt den Zeugen seiner Tat als Geisel, um eine spätere Identifizierung zu verhindern. – Im Reihenhaus einer Siedlung betreibt der menschenscheue Patrick ein bizarres Hobby. Der Halbwüchsige züchtet Kakerlaken. Seine eigentliche Passion ist jedoch das Schachspiel: Doch genau wie im realen Leben wagt er auf dem Schachbrett immer nur vorsichtige Züge. Schließlich wird sein Spiel riskanter – und die Partie gerät zu einem Match auf Leben und Tod…
In ihrem fesselnden neuen Thriller vereinigt Meike K.-Fehrmann drei scheinbar unabhängige Handlungsstränge zu einer überzeugenden Story um Erpressung, Wirtschafts- und Internetkriminalität. Wie im Schach gibt es in dieser Partie eine unkalkulierbare schwarze Dame, einen eiskalten schwarzen König und Bauernopfer. Die Frage, wer das böse Spiel gewinnt, bleibt spannend bis zum großen Finale – am Ende sind einige der Figuren schachmatt…

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Junge Straftäter: Bücher lesen statt Sozialstunden

Aus dem Traunsteiner Tagblatt:

Neue Wege in der Jugendgerichtshilfe – Das erste Leseprojekt ist erfolgreich gestartet

Junge Straftäter: Bücher lesen statt Sozialstunden

Traunstein – Lesen ist eine Kernkompetenz, und auch in der Jugendgerichtsbarkeit gibt es viele Fälle, in denen das Lesen eines Buches als sinnvolle Alternative zum Ableisten von Sozialstunden gesehen wird.

Durch die Auseinandersetzung mit einem Buch, so die Idee, haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigene Straftat zu reflektieren und Lösungsstrategien zu erarbeiten. Zudem hat das Lesen an sich positive Auswirkungen auf Sprach- und Ausdrucksfähigkeit. Die Mitarbeiterinnen der Jugendgerichtshilfe im Landratsamt Traunstein haben sich dafür eingesetzt, die sogenannte „Leseweisung“ auch in Traunstein einzuführen. Unterstützung erhielten sie dabei von der Jugendrichterin Sandra Sauer vom Amtsgericht Traunstein. So startete das erste Leseprojekt mit sechs straffälligen Jugendlichen und Heranwachsenden im Januar.

Als Dozenten wurden Bernhard Straßer und Meike K.-Fehrmann gewonnen. Beide sind literaturerfahrene Mitglieder der Chiemgau-Autoren e.V. und haben zudem Erfahrung in der Jugendarbeit. Straßer ist hauptberuflich Berufsberater bei der Agentur für Arbeit und Fehrmann ist als Pädagogin bei Crenatur tätig.

An drei Terminen begleiteten die beiden den Lesefortschritt der Jugendlichen. Als Lektüre wurde Bov Bjergs Roman „Auerhaus“ ausgewählt. Ein noch junges Buch, das von Publikum und Kritikern gleichermaßen gelobt wurde, gleichzeitig leicht, aber auch literarisch zu lesen ist. Das Buch behandelt Themen wie Diebstahl, Drogen, Suizid aber auch Freundschaft und Lebensmut. Trotz der ernsten Themen ist es sehr humorvoll und gleichzeitig realistisch geschrieben. Ein besonderes Highlight war für alle Beteiligten, dass sich in der Organisationsphase der Autor Bov Bjerg meldete. Er hatte von dem Projekt gehört und schickte spontan Leseexemplare für die Jugendlichen. Während der drei Wochen, die das Leseprojekt dauerte, erfuhren die Jugendlichen auch eine Einführung in das Thema „Zwischen den Zeilen lesen“, und es wurde über gemeinsam gelesene Kapitel diskutiert. Am Ende konnten vier der Jugendlichen den Nachweis erbringen, das Buch gelesen zu haben. Sie bastelten gemeinsam eine Collage zum Thema „Auerhaus“. Ein Jugendlicher fiel aufgrund Erkrankung aus, er wird seine Leseweisung per Aufsatz abschließen. Leider gab es auch einen Jugendlichen der sich der Leseweisung entzog. Natürlich hat das Verweigern der Leseweisung ebenso wie das Nicht- Lesen des Buches für die verurteilten Jugendlichen Konsequenzen: In diesen Fällen wird die Jugendrichterin über die Möglichkeit eines Jugendarrests entscheiden.

Die Jugendlichen, die das Leseprojekt erfolgreich abgeschlossen hatten, waren zufrieden. Sie hatten ein gutes Buch gelesen und viel über das Lesen und literarische Lesen erfahren. Auch von Seiten einiger Eltern kamen bereits positive Rückmeldungen. Ob das Lesen den Jugendlichen geholfen hat, über die eigene Straftat nachzudenken, wird sich zeigen. Bernhard Straßer und Meike K.-Fehrmann zeigten sich jedenfalls zufrieden über die Gruppe: Es waren interessierte junge Menschen, die spannende Aspekte in die Diskussion einbrachten.

Beide haben sich bereits bereit erklärt, auch zukünftige Einheiten des Leseprojekts zu begleiten.

Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein:

https://www.traunsteiner-tagblatt.de/startseite_artikel,-junge-straftaeter-buecher-lesen-statt-sozialstunden-_arid,388791.html