Was ich von „Schwanz und Sperma!“ lerne…

Liebe Leute!

Herzlichen Dank an alle, die sich unfreiwillig an meiner kleinen statistischen Erhebung zu Schlagwörtern in Überschriften beteiligt haben. Ich möchte euch die Auswertung nicht vorenthalten.

Schon vier Stunden nach Veröffentlichung des Beitrags hatte mein Blog, der ansonsten doch recht wenig besucht wird, über 96 Klicks erhalten. Die meisten entfielen auf „Schwanz und Sperma!“:

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Einige andere Beiträge wurden dann auch noch angeklickt, vermutlich auf der Suche nach der Erzählung mit dem „Blowjob“ 😉

Alles in allem ist dieses Experiment doch etwas frustrierend für mich. „Sex sells“ ist natürlich keine Neuigkeit, dennoch würde ich mich über „literature sells“ mehr freuen. Wozu sich Mühe machen und tolle Beiträge schreiben?

Immerhin lerne ich aus diesem Experiment eines: Die Überschriften sind wichtiger als der Inhalt, wenn man Traffic auf seiner Seite will. Es lebe die Oberflächlichkeit! – Schade eigentlich!

Schwanz und Sperma!

Seit einigen Monaten mache ich eine interessante Beobachtung. Wenn ich mir die Statistiken zu meinen Blog-Beiträgen anschaue, fällt auf, dass insbesondere ein Text immer wieder geklickt wird: eine Erzählung, in der es eigentlich um eine tragische Liebesgeschichte und nebenbei um einen unverdienten Blowjob geht, der geschildert wird. Laut Statistik kommen fast alle Leser(-innen?) über die Google-Suche mit „unbekanntem Suchbegriff“ auf diesen Text. So so. „Unbekannter Suchbegriff“ also…

Hat das Känguru von Marc-Uwe Kling recht, wenn es behauptet, dass ein Klingelton „Hitler“, „Ficken“, „Titten“ beinhalten muss, damit er gekauft wird? Ist nur das Obszöne das, was heraussticht und wonach Menschen (im Netz) suchen?

Ich werde jetzt sehr aufmerksam die Statistik zu diesem Beitrag „Schwanz und Sperma“ beobachten… 😉 Entschuldige bitte, dass Du, wenn Du diesen Beitrag angeklickt hast, Teil meines Statistik-Experiments geworden bist.

Im Übrigen freue ich mich über Kommentare und eure Erfahrungen mit Suchbegriffen, dem Verfassen von Blogbeiträgen, Keywords und Statistik-Frust!

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Nachtrag vom 17.07.: So hat sich „Schwanz und Sperma!“ statistisch entwickelt
(Tja, was soll ich sagen: Sex sells offensichtlich!)

Nach zwei Stunden:

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Nach drei Stunden:

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Nach vier Stunden:

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Von der Schreibwerkstatt auf die Bühne

Vom 20.-23.07. findet unsere Naturerlebnis-Schreibwerkstatt in Kooperation mit Crenatur auf der Rabenmoos-Alm bei Ruhpolding statt. Was dort entsteht, präsentieren wir am 27.07.2017 auf der Bühne im NUTS – Die Kulturfabrik in Traunstein. Der Eintritt ist frei!

Wie entsteht Literatur? Passende Kollagen wird die Künstlerin Monika Klinkenberg-Weigel beisteuern. Der Eintritt ist frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage 2017!

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Eröffnung der Kulturtage: Kostprobe „Warum Herr Hagebeck sterben muss“

Am Donnerstag, den 14.07.2016 wurden die diesjährigen Chiemgauer Kulturtage eröffnet. Hierbei gab es auch eine Kostprobe des Bühnenstücks „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ nach dem gleichnamigen Jugendroman von Meike K.-Fehrmann zu sehen. Am Samstag war dann offizielle Premiere des Stücks! Das Präventionsstück ist auch diese und nächste Woche noch im Kulturhaus Chiemgau in Traunstein zu sehen. Lasst euch das nicht entgehen!

Der begleitete Tabubruch – Lesung mit Meike K.-Fehrmann in der Stadtbibliothek Traunstein

75 Schülerinnen und Schüler fanden sich am Mittwoch, den 06. Juli 2016 in der Stadtbücherei Traunstein ein, um meine Lesung aus „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ zu hören. Die Achtklässler hatten das Buch zum Teil als Schullektüre vorab gelesen und ausführlich diskutiert. Hier ein sehr schöner Bericht von Herrn Heid, Lehrer am Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein:

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Tabu-Thema Alkoholismus – Dichterlesung mit Meike K.-Fehrmann in der Stadtbibliothek

Ein Thema, das normalerweise nicht Eingang in Klassenzimmer und of­fe­ne Diskussionen findet, stand über der Dichterlesung aus dem Ju­gend­ro­man „Warum Herr Hagebeck sterben muss“: Alkoholismus und Co-Abhängigkeit der Angehörigen.

Während Frau K.-Fehrmann mit dem eindrucksvollen Vortrag Ihrer ersten Seiten des Romans die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 fesselte, spürte man bereits, dass hier Gesprächsstoff in der Luft lag. Die vier jugendlichen Protagonisten des Romans, die die Al­ko­hol­sucht ihrer Väter zusammenbringt, beschließen nämlich nach dem Durchlaufen mehrerer Eskalationsstufen, einen der (Stief-)Väter umzubringen, da sie keinen anderen Aus­weg mehr sehen, sich selbst und auch die Mutter zu schützen.

Dass dies natürlich keine echte Lösung ist, wurde im anschließenden Gespräch mit der Autorin klar: Sie selbst offenbarte sich als Betroffene, die auch unter dem Al­ko­hol­miss­brauch ihres Vaters gelitten hatte – und ihre eigene Geschichte hat ein Happy End, ganz im Gegensatz zum Roman. Und so wurden viele Fragen gestellt und es wurde deutlich, dass das Thema kein Randgruppenthema ist. Statistisch gesehen ist jedes 5. Kind von der Sucht eines oder beider Elternteile betroffen und es wurde auch offenbar, dass es hier wenig konkrete Hilfsangebote gibt.

Auch dass Alkohol zu den Nervengiften zählt und dass eine Abhängigkeit als echte Krankheit mit der Not­wen­dig­­keit von professioneller Hilfe verbunden ist, war den wenigsten vorher bewusst. Die sympathische Autorin verstand es, den jungen Menschen mit Offenheit und klaren Antworten Wichtiges auf den Weg mitzugeben: Ignorieren und Verschweigen ist falsch und jedem mündigen Men­schen sollte bewusst sein, worauf man sich bei übermäßigem Alkoholkonsum einlässt.

Und so danken wir der Autorin, ebenso wie der Stadtbücherei, für diese einzigartige Möglichkeit des begleiteten Tabubruchs, der Spuren hinterlassen hat. So plant das Annette-Kolb-Gymnasium nun am Ende des Schuljahrs einen Gastauftritt des Kul­tur­hauses Chiemgau, das unter der Leitung und Autorenschaft von Svetlana Teterja-Pater diesen Text inszeniert hat. Gleichzeitig ist dies ein weiterer Ansporn, das Thema Suchtprävention an unserer Schule voranzutreiben, dafür speziell ausgebildete Lehrkräfte stehen bereits in den Startlöchern.

R. Heid

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Quelle: http://www.akg-traunstein.de/joomla/index.php/aktivitaeten/aktuell/407-tabu-thema-alkoholismus-dichterlesung-mit-meike-k-fehrmann-in-der-stadtbibliothek

 

Die Entstehung des Bühnenstücks „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ (Traunsteiner Tagblatt)

Gestern ist im Traunsteiner Tagblatt der Bericht über das Junge Ensemble und die Entstehung des Bühnenstücks von „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ erschienen. Nicht vergessen: Am Samstag um 19 Uhr ist Premiere im Kulturhaus Chiemgau in Traunstein!

»Warum Herr Hagebeck sterben muss«

Traunstein – Lucas, Anne, Kevin und Alex entdecken eine traurige Gemeinsamkeit: Ihre Väter sind Alkoholiker und machen mit ihrer Sucht das Familienleben nahezu unerträglich. Da von den Erwachsenen keine Hilfe zu erwarten ist, müssen die Vier selbst aktiv werden und hecken einen ungeheuerlichen Plan aus.

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Einen ungeheuerlichen Plan hecken die Jugendlichen im neuen Stück »Warum Herr Hagebeck sterben muss« aus. Mitten in den letzten Proben stecken die Darsteller des Jungen Ensembles Chiemgau: Nina Haupt (von links), Sabine Rodler, Felix Wurst, Nadine Wilhelm, Leonie Stiriz und Luca Bennert. (Foto: Poschinger)

Es ist keine leichte Kost, die sich das Junge Ensemble Chiemgau für sein nächstes Stück ausgesucht hat. Seit November haben sie sich mit der Vorlage beschäftigt, dem Jugendbuch »Warum Herr Hagebeck sterben muss« der Traunsteiner Autorin Meike K.-Fehrmann. Gemeinsam mit den Regisseuren Svetlana Teterja-Pater und Patrick Brenner wurde dann die 45-minütige Theaterversion entwickelt, Rollen verteilt und das Bühnenbild entwickelt.

»Wir überlegten, wie wir das ernste Thema umsetzen können und manchmal das Ganze auch durch Humor entschärfen«, erklärt der 13-jährige Felix Wurst. Dass sie selber auch viele Ideen einbringen konnten, freute auch die gleichaltrige Nina Haupt. Zusammen mit Nadine Wilhelm (17), Leonie Stiriz (17), Sabine Rodler (16) und Luca Bennert (12) bilden sie derzeit das Junge Ensemble Chiemgau.

Um sich in die Situation von Alkoholikerfamilien hineinversetzen zu können, bekamen die jungen Darsteller im Vorfeld auch Besuch von einem Mitarbeiter der Caritas. »Er arbeitet mit Suchtkranken und berichtete aus dem Alltag«, erklärt Svetlana Teterja-Pater, die das Präventionsstück ausgesucht hatte. Natürlich durften im vergangenen halben Jahr auch schauspielerische Grundlagen nicht fehlen, die eifrig trainiert wurden. Zwar hatten manche der jungen Mitglieder bereits Erfahrungen mit dem Theater gemacht, aber längst nicht alle.

Premiere von »Warum Herr Hagebeck sterben muss« ist am Samstag, 16. Juli, im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage im Kulturhaus an der Traunerstraße. Weitere Aufführungen sind am 19., 20. und 21. Juli sowie am 26. und 27. Juli. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Angesprochen sind vor allem auch Jugendliche. Karten gibt es unter Telefon 0861/90 96 76 66.

Bei dieser Gruppe des Jungen Ensembles Chiemgau handelt es sich um eine dauerhafte Einrichtung, die sich – außer kurz vor den Aufführungen – einmal pro Woche zum Schauspielunterricht im Kulturhaus trifft. Jugendliche, die mitmachen wollen, können sich jederzeit bei Leiterin Teterja-Pater per E-Mail (jungesensemble@ kulturhaus-chiemgau.de) melden. apo

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

http://www.traunsteiner-tagblatt.de/region+lokal/landkreis-traunstein/traunstein_artikel,-Warum-Herr-Hagebeck-sterben-muss-_arid,283126.html

 

Herr Hagebeck als Schullektüre

Es war ein merkwürdiges Gefühl, als ich erfahren habe, dass mein Jugendroman „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ als Schullektüre von den 8.Klassen eines Gymnasiums gelesen wird. Mussten wir nicht damals noch Günter Grass und Gudrun Pausewang lesen? Heute steht Meike K.-Fehrmann auf dem Stundenplan??? 🙂

Mir gehen dazu viele Gedanken durch den Kopf: Ist das ein Zeichen für das sinkende Niveau an deutschen Schulen? Muss ich aufpassen, dass meine Geschichten nicht zu gewöhnlich werden? Oder bin ich vielleicht einfach sehr viel besser, als ich von mir denke? Ich möchte das gerne als Kompliment an meine schriftstellerische Leistung sehen. Immerhin geht es in dem Roman um ein ernstes Thema, das mir ein persönliches Anliegen ist: Alkoholsucht von Eltern und Co-Abhängigkeit.

Am 6. Juli gebe ich eine Lesung in der Stadtbücherei für eben diese 8.Klassen. Bin gespannt, was sie für Fragen stellen. Ob ihnen die Lektüre gefallen hat?

Heute Nachmittag bin ich zur Präsentation der Abschlussprojekte der SchülerInnen an der Montessori Schule in Traunstein eingeladen. Eine Schülerin hat für ihre Abschlussarbeit nämlich auf der Grundlage meines Romans ein Bühnenbild entworfen. Ich durfte gestern schon einen Blick in ihre Arbeit werfen und bin ganz fasziniert. Das ist alles ganz schön aufregend!

Ach ja: Die Premiere des Bühnenstücks von „Warum Herr Hagebeck sterben muss“ ist am 16. Juli im Kulturhaus Chiemgau in Traunstein! Seid ihr dabei?

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